| Jahresübung: Personen aus Gebäude gerettet |
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| Samstag, den 12. November 2011 um 09:02 Uhr |
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Ein angenommener Brand im Erdgeschoss des Karl-Bierhalter-Hauses nahe der Eyachbrücke mit zwei aus dem Obergeschoss zu rettenden Personen ist das Szenario für die Hauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Höfen gewesen. Eine Einsatzgruppe der Wildbader Feuerwehr unterstützte die Höfener Kameraden. Angelegt war der Einsatz nach den Worten von Höfens Kommandant Hanno Girrbach als Alarmübung, um vor dem Hintergrund der derzeit laufenden Feuerwehrbedarfsplanung insbesondere Erkenntnisse über die Logistik auf einer weitestgehend realistischen Basis zu gewinnen. Mit dem Karl-Bierhalter-Haus als angenommenem Brandobjekt wurde die Höfener Feuerwehr an die äußerste Ecke des Gemeindegebiets unmittelbar an der Grenze zu Neuenbürg gerufen. Das war auch der Grund dafür, dass der um 19.07 Uhr über Mobiltelefon abgesetzte 112-Notruf bei der Enzkreis-Rettungsleitstelle auflief, die diejenige in Calw zur Alarmierung der Höfener Feuerwehr verständigte. Schon zehn Minuten danach traf das Löschfahrzeug LF 16 am Karl-Bierhalter-Haus ein. Wenige Minuten später rückte als zweites Fahrzeug das Löschfahrzeug LF 8 an. Der mit Atemschutzgeräten ausgerüstete Erkundungstrupp eilte in das Gebäude, um vorrangig die Rettung von Menschen einzuleiten. Parallel dazu wurden der Schnellangriff aus dem Löschwassertank mit 1200 Litern und eine Wasserförderung über die Tragkraftspritze TS 8 aus der Eyach aufgebaut, weil es im Einsatzbereich keinen Wasserhydranten gibt. Feuerwehrmänner und die mit zwei Fahrzeugen an die "Brandstelle" geeilten Einsatzkräfte der DRK-Schnelleinsatzgruppe Oberes Enztal mit dem Leitenden Notarzt Ulrich Lunkenheimer an der Spitze trafen neben dem Gebäude auf einen am Boden liegenden Mann, der sich der Übungsannahme zufolge mit einem Sprung aus dem Obergeschoss des Gebäudes gerettet hatte. Wegen des Verdachts auf Verletzungen im Bereich des Beckens war er nach einer Erstversorgung schonendst zu versorgen und zu transportieren. Zwei weitere im Obergeschoss befindliche Personen wurden über die Steckleiter und mit dem Rettungstuch ins Freie gebracht und der DRK-Schnelleinsatzgruppe zur Erstversorgung übergeben. Zusätzlich zur Brandbekämpfung war ein großer Flüssiggastank neben dem Gebäude zu kühlen, um dessen Explosion auszuschließen. Kommandant Hanno Girrbach und Einsatzleiter Thomas Maier zeigten sich mit dem Ablauf der Übung zufrieden, bei der die Höfener Feuerwehr mit drei Fahrzeugen und 17 Mann, die Wildbader Feuerwehr mit ihrem neuen Kommandofahrzeug und mit ihrem Löschfahrzeug LF 16/12 mit sieben Feuerwehrangehörigen sowie die DRK-Schnelleinsatzgruppe mit dem Notarzt und vier Helfern im Einsatz waren. Für Hanno Girrbach war die Erkenntnis wichtig, dass bei einem solchen Brandfall die Wildbader Feuerwehr parallel mitalarmiert und nicht erst nachalarmiert werden müsse. Die drei Verletzten wurden von der Notfalldarsteller-Gruppe des DRK-Ortsvereins Oberes Enztal realistisch geschminkt und gemimt. Aufmerksame Übungsbeobachter waren neben Kommandant Hanno Girrbach und seinem Stellvertreter Daniel Posteur auch Bürgermeister Holger Buchelt und Karl Borner als Verwalter des im Eigentum der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) stehenden Jugend-, Schulungs- und Erholungsheimes. Quelle: Schwabo |